Frittenwerk: Kanadische Fritten in Frankfurt

Am Wochenende vom 4. – 6. August war es endlich soweit: Frittenwerk, die Pommes-Kette, die bereits Filialen in Essen und Düsseldorf besitzt, hat nun endlich auch im Frankfurter Bahnhofsviertel eröffnet.

img_20170804_132525.jpg Im Vorab war die Eröffnung auf den sozialen Netzwerken bereits sehr stark beworben worden, weshalb großer Andrang herrschte. Zur Eröffnung war das Restaurant geschmückt mit der kanadischen Fahne, zahlreichen Luftballons sowie rotem Teppich. Zwei Promoter standen vor dem Frittenwerk in knallroten Mountie-Kostümen und verteilten das Menü unter den Wartenden am Eingang des Restaurants. Somit konnten einerseits erste Fragen bereits in der Schlange gestellt werden und es wurde verhindert, dass die Bestellungen sich unnötig in die Länge zogen, da die meisten bereits in der Schlange entschieden hatten, was sie bestellen wollten.

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Frittenwerk schmückt sich für die Eröffnung in den kanadischen Nationalfarben

Im Inneren des Ladens begrüßten uns weitere kanadische Fahnen und Luftballons sowie ein DJ, der dort noch bis Sonntag Musik spielt. Frittenwerk ist zweistöckig, man kann somit oben und unten essen, und bei gutem Wetter sogar draußen. Man bestellt und zahlt an der Kasse direkt am Eingang, dann erhält man seinen Kassenzettel auf dem ein Wort steht (in unserem Fall „Hudson“), nach dem man die Ohren offen halten muss, denn wenn es aufgerufen wird, heißt es, dass die Bestellung fertig ist.

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Das kanadische Ahornblatt darf natürlich nicht fehlen

IMG_20170804_125122Was gibt es beim Frittenwerk eigentlich zu essen? Wie der Name schon vermuten lässt, gibt es hier Fritten, also Pommes. Wer Pommes normalerweise nur als Beilage kennt, wird sich fragen: Und wo ist der Rest? Der kommt oben drauf! Das Konzept nennt sich Poutine (ausgesprochen: „Pu-ti:n„) und ist ein kanadisches Nationalgericht. Wortwörtlich übersetzt bedeutet Poutine etwas ähnliches wie „Sauerei“. Bei der klassischen Poutine handelt es sich um eine Portion Fritten mit würziger Bratensoße und dazu zart schmelzende Mozzarella Cheese Curds. Mittlerweile gibt es aber eine Vielzahl an Poutines, beispielsweise „Chili Cheese Fritten“ und „BBQ Pulled Pork Poutine“.

Meine Begleitung und ich wählten einmal die „Montreal Style Poutine“ (Fritten mit cremiger Champignons-Rahmsoße, dazu zart schmelzende Mozzarella Cheese Curds für insgesamt 5,90 Euro) und einmal das „BBQ Pulled Pork Poutine“ (Fritten mit Pulled Pork, Krautsalat, roten Zwiebeln und BBQ-Soße für 7,50 Euro). Die Poutines werden in kleinen Schiffchen serviert, die aus beschichteter Pappe bestehen. Dem Flyer kann man entnehmen, dass das Unternehmen stolz darauf ist, wenig Plastik zu produzieren, sondern stattdessen biologisch abbaubare Materialien zu verwenden. Auch die Gabeln, die wir dazu erhielten waren aus Holz.

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Die Pulled Pork Poutine von Frittenwerk

Unsere Poutines waren super lecker! Die Montreal Style Poutine ähnelt ein bisschen einem Jägerschnitzel mit Pommes ohne Schnitzel. Das Schnitzel hat allerdings nicht gefehlt, da die Portion Pommes mit der sahnigen Soße schon sehr füllend und lecker war. Das Pulled Pork auf den Pommes war richtig gut und sehr zart, genauso wie man sich Pulled Pork vorstellt. Auch der Krautsalat hat gut geschmeckt und war sehr frisch. Wir hatten vorher tatsächlich noch nie eine Poutine probiert und waren skeptisch, „nur“ eine Beilage zu essen, aber durch die Kombination mit den deftigen Toppings wird die Poutine zu einer richtigen Mahlzeit und wir waren beide mehr als satt. Gerade für die Mittagspause oder für die Durchreise eignet sich die Poutine vom Frittenwerk perfekt, da man sie schnell essen kann und auch nicht lange auf sie warten muss.

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Montreal-Style und BBQ Pulled Pork Poutine

Auch vom Stil und der Einrichtung war der Laden sehr ansprechend. Überall hingen eingerahmte „Fritten-Weisheiten“ an der Wand, wie „Thank God it’s Friesday“, „Fritten lassen den Bizeps wachsen“ oder „A Poutine a Day keeps the Doctor away“ und natürlich der Klassiker: „Fries before Guys.“ Die Einrichtung ist rustikal-modern, das heißt es wurde viel dunkles Holz verwendet und von den Decken hingen stylische Lampen im industrial Style (u.a. Glühbirnen in Einmachgläsern). Neben der Treppe, die nach oben führt, schmückt Moos die gesamte Hinterwand des Restaurants. Das Kunstwerk wurde in Handarbeit von einem Vater und seinem Sohn für das Frittenwerk hergestellt und sah ziemlich beeindruckend aus.

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Schicke Einrichtung im Frittenwerk im Bahnhofsviertel

Das einzige Manko ist vielleicht die Location an sich, die im Bahnhofsviertel gelegen ist. Wie die FNP berichtet soll das Frittenwerk als Pilotprojekt fungieren um die Gegend um den Hauptbahnhof aufzuwerten. Dies braucht natürlich seine Zeit und derzeit prallen dort zwei Welten aufeinander und die Zeit wird zeigen, wie sich das Ganze einpendelt. Nicht desto trotz werden wir das Frittenwerk schon bald wieder besuchen, denn ich habe noch ein Auge auf die „Tijuana Street Fries“ mit Guacamole geworfen, die ich noch nicht probieren konnte.

Alle Informationen auf einen Blick:
Adresse: Kaiserstraße 76, 60329 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Mo-Do: 11:30 Uhr – 22:00 Uhr, Fr + Sa: 11:30 Uhr- 23:00 Uhr, Sonntag: 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr.
Vegetarische Alternative? Ja
Kartenzahlung möglich? Ja
Parkmöglichkeiten: schwierig
Erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Alle S-Bahnlinien bis Frankfurt Hauptbahnhof, U-Bahnlinien 4 u. 5 bis Hauptbahnhof, alle Straßenbahnlinien bis Frankfurt Hauptbahnhof. Das Frittenwerk befindet sich direkt gegenüber vom Haupteingang am Eingang zur Kaiserstraße.
Webseite: http://www.frittenwerk.com/frankfurt.php

 


Ein Gedanke zu “Frittenwerk: Kanadische Fritten in Frankfurt

  1. Ein schöner Bericht. Danke.
    Aber, ganz ehrlich… Was habt ihr denn für ein Problem mit dem Bahnhofsviertel? Es ist doch schon lange nicht mehr so, dass man sich dort nicht aufhalten kann. Man kann an jeder Ecke hervorragend essen, trifft Leute aller Klassen und Nationen. Und überhaupt gibt es schräg gegenüber von Frittenwerk die besten Burger der Stadt.

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