Rohkost-Abenteuer: Greenfoody Frankfurt

Im Artikel zu den veganen Angeboten in Frankfurt wurde Greenfoody bereits erwähnt, jedoch hatte ich noch keine Gelegenheit von meinem eigenen Besuch in der Rohkostbar am Zoo zu berichten. Da das Rohkost-Konzept vielen noch nicht besonders bekannt ist, kommt hier ein kleiner Einblick in die Rohkost-Vegane-Küche.

Zu dem Angebot des Restaurants gehören u.a. auch Kuchen und Cupcakes. Eine wichtige Frage, die sich mir dabei stellte war: Wie ist es möglich einen Rohkost-Cupcake herzustellen? Ein Cupcake muss doch gebacken sein, dachte ich- Nein, muss er nicht! Ich habe einen Rohkost-Kuchen probiert und habe den Inhaber auch gleich gefragt, wie das Ganze funktioniert. Die cremige Füllung der Erdbeertorte beinhaltet Kokosöl und durch „Schock“-frosten verfestigt sich der Kuchen. „Schock“-frosten bezeichnet, wie ich nachgelesen habe, eine Methode des Einfrieren bei der Lebensmittel in kürzester Zeit auf die gewünschte Lagertemperatur gesenkt werden. Anders als beim herkömmlichen, deutlich langsameren Einfrieren bleiben Zellwasser und Nährstoffe eingeschlossen und die Aromaentwicklung wird nicht beeinträchtigt. Der Kuchenboden wurde aus einer Mischung aus Nussmehl und Datteln hergestellt. Nun habe ich den Bericht mit dem Dessert begonnen, statt in der richtigen Reihenfolge zu berichten, allerdings muss ich eingestehen, dass für mich der Kuchen das absolute Highlight des Menüs war. Nicht, weil alles andere mir nicht geschmeckt hätte -ganz im Gegenteil- sondern, weil er für mich die größte Überraschung war! Durch einige Experimente mit Low Carb-Ernährung war ich bereits mit dem Konzept von Zucchini-und Kartottennudeln vertraut, hatte allerdings keine Vorstellung davon, was ich mir unter einem Rohkost-Kuchen oder Cupcake vorzustellen hatte. Besonders der köstliche Boden hat mich umgehauen.

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Nein, das ist kein Steak, wie es vielleicht von Weitem scheint- sondern ein veganer Rohkost Kuchen!

Aber nun zum eigentlichen Essen: Wir haben das Spar-Menü gewählt, bei dem ein Hauptgericht, eine Beilage (Chips, Salat) oder ein Dessert (Kuchen, Cupcake) und ein Smoothie dabei sind. Das Menü kostet 13,99 Euro. Ich habe den „Gorilla“-Smoothie probiert, der aus Blattgrün, Banane, Pfirsich, Avocado, und Birne bestand. Der Smoothie hat sehr gut geschmeckt, und war, was mir sehr wichtig ist, nicht zu süß, sodass er erfrischend zum Essen passte. Als Hauptspeise habe ich die „Spaghetti Wolognese“ gewählt, die mir sehr gut geschmeckt haben. Besonders das Wallnuss-Tomate-Pesto war wirklich überraschend lecker. Das gleiche Pesto war übrigens auch eines der Toppings auf dem Burger.

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Spaghetti Wolognese (links) und der Greenfoody-Burger (rechts).

Zur Location: Der Laden ist sehr klein. Das bedeutet, dass nur eine bestimmte Anzahl Leute Platz haben. Wir hatten Glück, dass wir den Tisch ergattern konnten, denn die übrigen (ca. 6) Plätze waren alle an der Bar auf Barstühlen. Im Sommer kann man auch gemütlich draußen sitzen und hat mehr Sitzmöglichkeiten, uns war es allerdings Anfang März noch etwas zu kalt um im Freien zu sitzen. Die Größe des Ladens beeinflusst von daher auch das Angebot, welches teilweise beschränkt ist, denn jedes Produkt kann nur solange wie der Vorrat reicht bestellt werden, da die angebotenen Gerichte leicht verderblich sind und frisch zubereitet werden.
Als wir beispielsweise kamen (19:00 Uhr), waren gerade Chips, Pizza und Wraps aus sowie die Zucchininudeln. Wir haben dann einen Burger und zweimal Nudeln gewählt. Für die Nudeln konnten wir zwischen Karotten-, Gurken- und Süßkartoffelnudeln wählen. Das war ein wenig schade, weil eine meiner Begleitpersonen gerne die Zucchininudeln probieren wollte.
Als ich mich nicht zwischen den einzelnen Nudelsorten entscheiden konnte, wurde mir angeboten, dass ich gerne eine Mischung aus den verschiedenen Nudeln haben könnte, was ich total super fand! So hatten meine Spaghetti Wolognese eine tolle bunte Farbe.

Zu der Frage, ob man von Rohkost denn überhaupt satt wird: Ja, wir sind satt geworden. Allein der Smoothie war bereits sehr sättigend, aber auch die Portionen waren wirklich riesig, sodass ich am Ende schon etwas mit dem Kuchen kämpfen musste. Schaut euch beispielsweise den „Gorilla“-Beilagensalat an:

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Der Gorilla-Salat

Ein weiterer Pluspunkt war, dass die Gerichte direkt im Gastraum vorbereitet wurden und wenn man an der Bar sitzt, kann man dem Prozess zuschauen und Fragen stellen. Die sehr freundlichen Bedienungen beantworten geduldig alle Fragen zur Herstellung der Rohkost-Speisen. Dieser Vorteil hat aber leider auch einen großen Nachteil: Denn die Smoothies und andere Gerichte werden durch einen Mixer gejagt, der sehr laut ist. Leider mussten wir manchmal unsere Gespräche kurzzeitig unterbrechen, da der Mixer sehr laut war.

Als Fazit kann ich sagen, dass Greenfoody qualitativ hochwertiges und leckeres Essen anbietet, allerdings muss man offen für das Rohkost-Konzept sein, denn es ist schon eine besondere Erfahrung.

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Der „Gorilla“-Smoothie und der „Lebenslust“-Smoothie

Alle Informationen auf einen Blick:
Adresse: Sandweg 6 c, 60316 Frankfurt am Main (Nähe Zoo)
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8:00-20:00 Uhr,
Sa: 10:00 – 18:00 Uhr,
So: 11:00 – 18:00 Uhr.
Preise? Gerichte zwischen 6-12 Euro, Spar-Menü: 13,99 Euro.
Kartenzahlung möglich? Nein.
Webseite: http://frankfurt.greenfoody.de
Nicht-Veganer willkommen? Ja!

 


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