eatDOORI: Hipster-Inder im Bahnhofsviertel

Auf den ersten Blick ähnelt das eatDOORI in der Kaiserstraße eher einem dieser neuen modernen Burgerläden. Doch der Name trügt nicht, es handelt sich tatsächlich um ein indisches Restaurant, das es außer im Bahnhofsviertel übrigens auch im Oeder Weg gibt. Wir waren an einem Mittwochabend dort und das Restaurant war rappelvoll, wir haben gerade noch so einen Platz vorne bekommen, da wir zu zweit waren und uns so zu einer Gruppe dazusetzen konnten. Wir saßen also im vorderen Bereich des Restaurants was, wie wir später feststellten, einen großen Unterschied macht. Während im vorderen Teil des Restaurants sogenannte „Picknick“-Tische aufgebaut sind, aus Holz mit Bänken an beiden Seiten ohne Lehne, ist das eatDOORI im hinteren Teil hinter der Bar mit einer ganzen Reihe von Tischen mit Stühlen ausgestattet. Da das Restaurant allerdings voll war blieben wir vorne im Eingangsbereich, was für mich auch nicht weiter schlimm war, obwohl ich das nächste Mal doch reservieren würde um einen Stuhl mit Lehne zu bekommen. Das Restaurant ist sehr schick eingerichtet und gerade der Eingangsbereich ist liebevoll dekoriert mit einem leuchtenden „Namaste“-Leuchtschild und stylischen Lichterketten mit Glühbirnen.

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Namaste: So sehen die Tische direkt am Eingang aus

Auf den ersten Blick waren wir ein wenig von der Bestellmethode verwirrt. Neben der Karte auf der man sich erstmal zurecht finden muss, lagen zwei Blöcke aus, auf denen man einmal das Essen auswählen konnte und einmal die Getränke. Als wir die Bedienung fragten, ob wir einfach so bestellen können oder ob wir alles ankreuzen sollten meinte diese wir sollten die Bestellzettel ausfüllen, was wir dann auch taten. Allerdings wussten wir nicht so recht ob wir die von uns gewünschten Gerichte ankreuzen sollten oder eine Nummer dahintersetzen sollten, um anzugeben wie viele wir davon bestellten wollten, was dazu führte, dass wir es wahrscheinlich falsch gemacht haben und so wiederholte die Bedienung, als wir die Zettel abgaben mit uns alle Punkte auf der Liste, da sie nicht ganz verstanden hatte, was wir angekreuzt hatten, sodass es wahrscheinlich schneller gewesen wäre wenn wir unsere Bestellung einfach gleich mündlich durchgegeben hätten. Glücklicherweise wurde die Bestellung fast korrekt ausgeliefert, da wir befürchteten, dass vielleicht etwas falsch verstanden werden würde: Statt einem kleinen Wasser wurde uns eine große Wasserflasche geliefert, was aber nicht weiter schlimm war. IMG_20170420_194022598

Wer Mittags hingeht, für den ist das Mittagsmenü empfehlenswert. Da wir abends dort waren, haben wir uns etwas zusammengestellt. Ich bestellte unter dem Unterpunkt „Curry und Co“ die „Basis“ Palak (pikant gewürzter Spinat, 7,90 Euro) mit Paneer-Käse (3 Euro) als Zusatz. Die Currys werden mit Basmatireis serviert. Es besteht die Möglichkeit sich beispielsweise Naan-Brot als Beilage zu bestellen.  Dazu habe ich mir einen Mango Lassi (3,70 Euro) bestellt. Der Lassi wurde mit Eiswürfeln serviert, was ich bis dahin so noch nicht kannte, war aber extrem lecker! Das Essen war ebenfalls sehr schmackhaft: Eine Überraschung stellte der Spinat dar, der erstaunlich cremig und lecker war.  Dadurch, dass das Curry in einer Schale serviert wird, unterschätzt man erstmal wie viel es eigentlich ist- die Portionen sind auf jeden Fall sättigend, aber wer danach noch Appetit hat, hat die Möglichkeit eines der spannenden Fusion-Desserts auszuprobieren. Auf der Karte steht beispielsweise der Chai Cheesecake (5,90 Euro), ein Käsekuchen, der mit rotem Chai-Beeren Kompott und süßem Fenchel serviert wird.

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Zwei leckere Currys: einmal auf Spinat-Basis und einmal auf Korma-Basis

Das eatDOORI ist sehr gepflegt und sogar die Toiletten sind sehr liebevoll gestaltet. Auf ihrer ebenfalls sehr stylischen Webseite unter dem Unterpunkt „Story“ beschreiben sie, dass sie versucht haben das Gefühl von den Straßen Mumbais einzufangen: „Es ist ein bisschen laut, es herrscht ein lebhaftes Treiben und durch die Fenster der offenen Küche kann man unseren Köchen zusehen“  Weiter schreiben sie, dass sie moderne Elemente des urbanen Industrial-Design mit dem lebendigen Indien kombinieren wollten, was ihnen wie ich finde auch gelungen ist. Wenn der Laden, wie an unserem Mittwochabend voll ist, ist es durchaus laut und lebendig. Anfangs fand ich den Style des Restaurants noch etwas gewöhnungsbedürftig, vor dem Hintergrund dessen, was sie auch auf ihrer Webseite geschrieben haben, muss ich jedoch sagen: Es ist erfrischend auch mal ein anderes Konzept eines indischen Restaurants zu sehen, was nicht die teilweise kitschigen Dekorationen aufgreift, die sich Touristen vielleicht von indischen Restaurants erwarten und ebenfalls deutlich lockerer ist, als die teilweise steifen und teuren Nobel-Inder. Dem eatDOORI werde ich auf jeden Fall nochmal mittags einen Besuch abstatten um das Mittagsmenü auszutesten und vielleicht dann auch mal die zweite Location im Oeder Weg! Wart ihr schon da? Hinterlasst mir gerne eure Meinungen in den Kommentaren.

Alle Infos auf einen Blick: 
AdresseKaiserstraße 55, 60329 Frankfurt am Main (in diesem Artikel ausprobiert)
oder Oeder Weg 30, 60318 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten:
Kaiserstraße:
Mo-Fr 11.30 – 23:00 Uhr
Sa- So 12.30 – 23:00 Uhr
Oeder Weg:
Mo-Fr 12:00 – 15:00 Uhr und 17:00-23:00 Uhr
Sa – So 12:00 – 23:00 Uhr
vegetarische Alternative:
Erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Erreichbar mit allen Linien die bis zum Frankfurt Hauptbahnhof fahren. Von dort aus sind es 7 Minuten zu Fuß. Zum Hbf fahren beispielsweise die S-Bahn Linien 1-9, die U-Bahn Linien 4 und 5 sowie die Straßenbahnlinien 21 und 16.
Webseite: www.eatdoori.com


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